Replacing springs in CZ-Pistolen #1: Rückholfeder – wann austauschen und warum?

Sie kommen um den Austausch von Federn nicht herum, auch wenn Sie mit Ihrer CZ genauso, wie Sie sie aus der Verpackung genommen haben, vollkommen zufrieden sind. Sie unterliegen Verschleiß, daher müssen Sie sie von Zeit zu Zeit rein aus Wartungsgründen austauschen.

Die Federstärke beeinflusst auch grundlegend das Verhalten der Waffe – wie unangenehm der Rückstoß für Sie ist, wie leicht sich die Waffe repetieren lässt, wie zuverlässig sie die Hülse auswirft oder wie viel Kraft Sie zum Betätigen des Abzugs aufwenden müssen.

Verschiedene Schützen erwarten unterschiedliche Dinge von ihrer Pistole:

  • Sportschützen bevorzugen einen leichten Abzug,
  • wer Waffen zur Selbstverteidigung hat, möchte dagegen nicht, dass sie versehentlich auslöst.

Damit Sie verstehen, was jede einzelne Feder beeinflusst und wie sich eine Änderung ihrer Stärke auf die Handhabung und das Verhalten Ihrer Pistole auswirkt, haben wir für Sie eine Reihe von Artikeln über die einzelnen Federn geschrieben. In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf die Rückholfeder. Weitere Artikel finden Sie hier:

Wo Sie Federn auf unserer Website finden

CZ Shadow 2 CZ TS 2 CZ 75B & SP-01 springs kit

Komplette Tuning-Federsätze, einzelne Federn und originale CZ-Teile finden Sie an mehreren Stellen:

TIPP: Schauen Sie sich auch Stifte an, ohne die die Federn nicht auskommen.

Wo befindet sich die Rückholfeder?

Sie finden sie bei allen CZ-Modellen auf der Führungsstange unter dem Lauf.

Wie die Rückholfeder funktioniert

CZ P-10F recoil spring

Sie steuert die Vor- und Rückwärtsbewegung des Schlittens.

Beim Schuss treibt der Gasdruck den Schlitten zunächst mit enormer Geschwindigkeit nach hinten. In diesem Moment dient die Rückholfeder als Puffer, der den Schlitten abbremst, damit er das Griffstück nicht beschädigt. Gleichzeitig wird in dieser Phase die leere Hülse ausgeworfen.

Sobald der Schlitten ganz hinten angekommen ist, ist die Rückholfeder vollständig zusammengedrückt. Die Gasenergie ist aufgebraucht und die Feder bringt den Schlitten wieder in die vordere Position. Dabei führt der Schlitten eine neue Patrone aus dem Magazin in das Patronenlager zu.

Wann die Rückholfeder gewechselt werden sollte

Die Rückholfeder ist die am stärksten belastete Feder in der gesamten Waffe. Rein vorbeugend empfehlen wir, sie in regelmäßigen Abständen zu wechseln: die Werksfeder nach 5.000–10.000 Schuss, eine leichte Feder häufiger, nach 3.000–5.000 Schuss.

Woran man eine verschlissene Rückholfeder erkennt

Sie können die Notwendigkeit, die Rückholfeder zu wechseln, auch an den folgenden Anzeichen erkennen:

  • Die Hülsen fliegen sehr weit und heftig weg (sogar weiter als 3 Meter), weil sich der Schlitten sehr schnell nach hinten bewegt.
  • Ein sehr unangenehmer Rückstoß, die Pistole "tritt" stark. Das liegt daran, dass der Schlitten sehr heftig auf das Griffstück schlägt. Neben dem unangenehmen Gefühl besteht die Gefahr irreversibler Schäden am Griffstück.
  • Die Mündung steigt nach dem Schuss deutlich an.
  • Der Schlitten geht nicht vollständig in die Verriegelung.

Dieselben Situationen treten auch auf, wenn Sie die Rückholfeder durch eine leichtere mit geringerem Widerstand ersetzen und es damit übertreiben.

Woran man erkennt, dass eine Rückholfeder zu stark ist:

Andererseits können diese Unannehmlichkeiten auftreten, wenn Sie die Feder durch eine stärkere ersetzen oder sie beibehalten und schwächere Munition verwenden:

  • Die Hülsen fliegen praktisch gar nicht weg oder nur eine kurze Entfernung von Ihnen.
  • Es kommt zu einem sogenannten Stovepipe – das Auswurffenster klemmt die ausgeworfene Hülse ein.
  • Nach dem Schuss neigt die Waffe dazu, nach unten zu tauchen.

Die Stärke der Rückholfeder steht in Zusammenhang mit der Leistung der Munition

Die Logik ist einfach: Stärkere Munition erzeugt mehr Druck und wirkt mit größerer Kraft auf den Schlitten. Je stärker Ihre Munition ist, desto stärker muss die Rückholfeder sein, und umgekehrt.

Empfehlungen für Sportschützen

Sportschießen erfordert einen möglichst reibungslosen Waffenbetrieb. Sportmunition ist tendenziell schwächer, und die Werksfeder (14–16 lb) kann dafür zu stark sein. Sportschützen wählen daher oft eine Rückholfeder zwischen 10 und 13 lb.

TIPP für Besitzer von CZ Shadow 2 oder CZ 75 Waffen: Eine bewährte Kombination für das Sportschießen ist eine 11 lbs Schließfeder und eine 11 oder 13 lbs Schlagfeder. Sie können auch sofort ein komplettes Sport-Federset verwenden, dessen Komponenten perfekt aufeinander abgestimmt sind.

CZ Shadow 2, CZ 75B & CZ 75 SP-01 ultimate spring kit

TIPP für Besitzer von Waffen der CZ P-10 Serie: Bei striker-fired Pistolen ersetzen Schützen oft die Kunststoff-Führungsstange durch eine schwerere aus Stahl oder Messing und kombinieren sie mit einer schwächeren Feder. Das höhere Gewicht an der Vorderseite der Waffe beruhigt das Schussverhalten der Waffe deutlich.

Empfehlungen zur Selbstverteidigung

Bei Standardmunition können Sie die Werksfeder beibehalten. Suchen Sie nach einer stärkeren, sofern Sie auf leistungsstärkere Munition umsteigen.

Wir empfehlen nicht, die Schließfeder bei einer zur Selbstverteidigung verwendeten Waffe gegen eine schwächere auszutauschen, um die 100%ige Zuverlässigkeit der Waffe zu erhalten.

Kann ich die Schließfeder zu Hause selbst austauschen?

Ja, Sie können die Schließfeder bei einer einfachen Grundzerlegung der Waffe problemlos und ohne Werkzeug selbst austauschen.

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